Video der Selbstreflektionsmaschinen (mit Rad der Zeit -Installation) bei Ausstellung Hygienemuseum:

https://www.youtube.com/watch?v=xofgFZ1zv_M

 

Rad der Zeit

Die Installation besteht aus einem Doppelsitz, der an das Cockpit eines Rennwagens erinnert, in dem zwei „Piloten“ Platz nehmen können. Gegenüber dem Cockpit ist auf einer festen Achse ein Monitor angebracht, der das Spiegelbild der Piloten im Cockpit mit Vidoprojektion zeigt. Die Achse ist um ihren Mittelpunkt drehbar; mittels eines in ihrem Zentrum angebrachten Schwungrades kann sie von den Piloten wie ein Karussell im Kreis gedreht werden. Durch Drehen des Schwungrades bleibt aber das Spiegelbild „in der Zeit zurück“, das heißt, die Drehgeschwindigkeit bewirkt eine Verzögerung der Videoprojektion: je schneller die Drehung, desto stärker die Verzögerung. Die Piloten sehen sich also selbst „in die Vergangenheit entschwinden“, oder „werfen einen Blick in die Vergangenheit“; gleichzeitig geht der Spiegeleffekt verloren. Die Entfremdung der eigenen Reflektion wird zugleich überlagert durch das Rauschhafte der gemeinsamen Dreherfahrung. Durch diese Einflüsse wird das Spiegelbild-Erlebnis spezifisch verändert, und es kann zu unterschiedlich gefärbten Erlebnissen von „Identitätsverlust“ zu kommen.